Meinen Horizont weiten – Tips

Meinen Horizont weiten – Tips.

“HIRTENZEIT” – so heißt ein Buch, in das man gerade bei ERF Lesezeichen hinein hören kann. Es ist noch 10 Tage zum Anhören verfügbar. Dem Thema “GEM/EINSAM – ZWISCHEN LAST & LUST, sowie 40 Seminar-Angeboten von Tanztherapie bis Trauerarbeit widmet sich der APS-Kongress vom 30. April – 2. Mai 2026 in Würzburg.

So geht es mir gerade. Ich bin begeistert, weil ich etwas gefunden habe, das für mich einen Schatz enthält. Dieses “Etwas” ist das Buch “Hirtenzeit” von Daniel Zindel. Ebenfalls ein Schatz und eine Quelle von Erkenntnis, neuem Wissen und Horizonterweiterung ist der alle zwei Jahre stattfindende Kongress der Akademie für Psychotherapie und Seelsorge in Würzburg.

Daniel Zindel und dieser Kongress haben für mich etwas gemeinsam: das hilfreiche Verbinden und Verknüpfen von verschiedenen Disziplinen. Daniel Zindel ist Theologe, aber auch Coach, Seelsorger, Führungskraft. Er war viele Jahre Leiter des großen christlichen Werkes “Gott hilft” in der Schweiz. Als Coach und Traumapädagogin liebe ich, wie er Dinge sieht, welch gute Fragen er stellt, wie ehrlich er ist und welche tiefen Einsichten er mir aus anderen Fachgebieten vermittelt.

Beim Kongress der APS liebe ich es, wie aus verschiedenen Perspektiven und Fachrichtungen ein gesellschaftlich relevantes Thema beleuchtet wird: der Psychologie, der Medizin, der Soziologie, der Philosophie, der Theologie, der Seelsorge. Diesmal geht es um “die zunehmende Einsamkeit in unserer Gesellschaft, die Sehnsucht nach Gemeinschaft, die Lust und Last von GEM/EINSAM“.

Auf jedem APS-Kongress bin ich neu fasziniert und einfach nur froh, dass und wie sich mein Horizont weitet. Und dann schätze ich die Atmosphäre dort, die Offenheit für Begegnungen, die Wertschätzung und das Interesse, das man einander entgegen bringt.

Was für mich als Hochsensitive sehr wichtig ist: Das Kongress-Zentrum liegt direkt am Main. Innerhalb 5 Minuten ist man nicht nur weg von den Menschen, sondern auch weg von Lärm, Autos oder Straße. Am Uferweg grünt und blüht es. Es gibt viele Bänke und man kann über das Wasser des Mains auf die Feste Marienberg blicken. Ein weiterer Pluspunkt von Würzburg: Es ist super gut mit dem ICE erreichbar. Wer noch ein Rad mitnimmt, kann belebten Autostraßen schnell entfliehen.

Es lohnt sich einfach mal in das Kongress-Programm zu sehen. Der Freitag ist 40 Seminaren gewidmet, aus denen man sich drei aussuchen kann. Dort gibt es Themen wie:

  • Traumabedingte Beziehungsmuster erkennen und verstehen
  • Aufbruch in den dritten Lebensabschnitt – endlich Ruhestand?
  • Generation Angst – Warum unsere Kinder Zukunftshoffnung brauchen und was wir dazu beitragen können?

Ich freue mich, wenn wir uns bei diesem Kongress sehen!

Zum sage und schreibe dritten Mal höre ich mir Mittags beim Kochen das Lesen einiger Kapitel aus dem Buch “Hirtenzeit” an. Normalerweise reicht es mir die Vorstellung eines Buches einmal zu hören. Doch diesmal hat es mich gepackt. Wieder und wieder höre ich die Folgen. Warum es mich so fasziniert?

Daniel Zindel lädt ein, sich mit ihm auf eine Wanderung zu begeben und einen heilsamen Blick auf die eigene Lebensgeschichte zu werfen. Er sagt: So wie die Hirten und Hirtinnen jedem ihrer Tiere nachgehen und über ihnen wachen, so hüten wir die einzelnen Geschichten und Erinnerungen unseres Lebens.

“Wow,” denke ich. “So habe ich das noch nie gesehen. Ich bin Hüter und Hirte meiner Erinnerungen!” Je mehr er erzählt, desto größer wird mein Wunsch, selbst Hüter und Hirte meiner Lebenserinnerungen zu werden. Womit bin ich versöhnt? An was denke ich gerne zurück? Woran denke ich gar nicht gerne? Welche Erinnerungen lösen in mir unangenehme Gefühle aus? Warum? Wie kann und ich will ich mich damit versöhnen, es annehmen und vielleicht eine neue Perspektive darauf bekommen?

Während ich Daniel Zindel zuhöre, wird mir noch einmal klar: Da, wo die Vergangenheit angenommen und versöhnt ist, da werden Kräfte frei für die Zukunft und Gegenwart. Noch etwas spricht mich an: Ich bin auch Hüterin meiner Sehnsüchte und Träume!

Was hat er für gute Fragen, die ich mir stellen kann um zu spüren: Wo will ich noch hin? Was liegt mir noch auf dem Herzen? Ich werde dieses Jahr 60. Wie will ich die nächsten Jahre verbringen? Oh, ich muss unbedingt beim nächsten Anhören mir die Fragen mitschreiben oder mir endlich das Buch für meinen Geburtstag kaufen.

Was mich auch anspricht und ich so noch gar nie bedacht habe: Wenn ich Hüterin meiner Geschichte und damit auch Hüterin meiner Zukunft sein möchte, bedeutet das hier und heute: Ich darf und muss mich vor Sorgen schützen.

Was dieses Buch bzw. die Lesung so angenehm macht, ist dass er all die Fragen und Gedanken zur eigenen Lebensgeschichte mit einer Wanderung in den Graubündner Alpen und seinen dortigen Erlebnissen verknüpft. So kann ich zwischen all dem Tiefgang, den Anregungen immer wieder entspannen. Ich höre mit ihm die Grillen und das Rauschen des Wassers. Ich lerne mit ihm von einem Kuhhirten, wie man Kühe unterscheiden kann. Und endlich erfahre ich, was ein Maiensäss ist. Ich habe diesen Schweizer Begriff schon oft gehört, und ich wusste, dass es eine Art Almhütte ist. Nun erfahre ich, dass früher die Bergbauern im Mai mit ihren Kindern und der ganzen Familie samt Hab und Gut und Hühnern auf den Berg gezogen ist, um dort die Heuwiesen zu ernten.

Ich will mich jedenfalls auf den Weg machen und freue mich darauf. Deshalb werde ich von Mitte April bis Ende September keine Zoom-Seminare anbieten. Ab Oktober lade ich dich wieder ein, Gottes heilsamen und stabilisierenden Handeln im Meditativem Malen via Zoom oder Online-Seminaren zu begegnen. Die Daten und Infos dazu findest du hier.

Von Herzen wünsche ich dir, dass du die Kostbarkeit deiner eigenen Lebensgeschichte sehen und wertschätzen kannst. Und dass damit neue Ruhe und Vertrauen in den Hirten deines Lebens und in SEINE Gegenwart und Zukunft für dich entsteht.

Andrea Kreuzer