Wie kann ich mich vor Entmutigung schützen? Woher kommt sie überhaupt? Verblüfft entdecke ich Antworten bei Martin Schleske. Eine praktische Erfahrung zu diesem Thema schenkt das Meditative Malen online am 11. April , von 9 – 11 Uhr zum Thema “Auf(er)stehen zum Leben.”

Kennen Sie das, das Sie manchmal einfach plötzlich mutlos sind? Von einer Minute zur anderen wird Ihnen alles zu viel. Woher kommt das? Wie kann ich mich davor schützen?
Verblüfft entdecke ich Antworten bei Martin Schleske in seiner Meditation zu Psalm 30,12: Du hast meine Klage verwandelt in Tanz und mich mit Freude umgürtet.
»Zu glauben« bedeutet für die Seele, den Kräften der Entmutigung zu widerstehen. Manche Geschehnisse unserer Lebenswelt und unserer Nachrichtenwelt wollen uns in einem unentwegt betroffenen Modus oder besorgten Alarmzustand halten, sie wollen uns glauben machen, wir seien sonst ignorant oder uninformiert.
Die Seele erfährt in all der medialen Flut nicht unbedingt Lügen, aber es ist selektiv, sie hört und sieht zu wenig vom positiv Erstaunlichen und Guten, das täglich ebenso geschieht.
Ich spüre, dass mein Geist immer wieder vom Geist Gottes ermahnt wird: Worauf richtest du deinen Sinn? Wenn du nur erschreckende Nachrichten und so wenig Evangelium in dir hast, wie soll deine Seele zuversichtlich sein? Willst du andauernd Gebetsgemeinschaft mit Befürchtungen und andauernd Lobpreisungen mit Katastrophen haben?
Ich halte inne. Wow, das sind mutige Formulierungen: Gebetsgemeinschaft mit Befürchtungen, Lobpreisungen mit Katastrophen. Ist das so? Sind diese Worte nicht übertrieben?
Doch dann fällt mir ein, was ich mal in einer Predigt hörte und nie mehr vergaß. Die wörtliche Übersetzung von ANBETEN im Griechischen lautet SICH NIEDERWERFEN, DAS KNIE BEUGEN. Wenn ich um das Schlimme in der Welt kreise, mich davon beeindrucken lasse, dann beuge ich davor meine Knie. Und auch wenn es mir nicht gefällt: Wie oft gebe ich meinen Befürchtungen und Ängsten Raum? Beuge meine Knie vor ihnen oder habe zumindest Gemeinschaft mit den Schrecken-Szenarien, die ich mir da ausmale. Nein, eigentlich bringen diese Formulierungen ziemlich gut auf den Punkt, was ich oft mache.
Neugierig lese ich weiter:
Nicht alles geht dich etwas an. Auch die Gedanken brauchen ein Fasten. Wie viel Aufmerksamkeit widmest du dem Üblen – wie sollte deiner Seele da nicht übel werden! Ich will dich stärken. Du aber, bereite deiner Seele einen Raum, dass es geschehen kann!
Wer redet dir ein, die ganze Not der Welt habe ein Recht, bei dir zu Hause zu sein? Wer befiehlt dir, jedes Problem zu lösen? Schenke dir geheiligte Zeiten, an deine innere Quelle zu gehen. Lass dich nieder. Ich will deiner Seele zeigen, was dich trägt, und werde Worte reden, aus denen du schöpfen kannst. Bereite mir einen Raum in dir!
Wieder halte ich im Lesen inne. Ich spüre eine große Erleichterung: Ich darf mich schützen! Die Not der Welt darf nicht und muss nicht bei mir wohnen! Gott ist es, der diese WELT und die ganze Not trägt. Nicht ich! Wenn ich dem Üblen Zeit und Raum schenke, ist es kein Wunder, dass mir übel wird. Wenn ich anschaue, was mich gerade überfordert oder wofür ich nicht zuständig bin, ist es kein Wunder, dass ich mutlos werde. Ich darf und muss mir Auszeiten schenke, wo ich mich mir von Gott zeigen lasse, wie ER mich trägt und wer ER ist.
Meine Augen kehren zu dem Text zurück. Und während ich die nächsten Worte lese, fängt leise etwas in mir an zu jubeln.
»Zu glauben« bedeutet, aus Quellen zu schöpfen, die einen Schutz bedürfen. Wie dein Körper trinken muss, damit er nicht verdurstet, so vernachlässige nicht die Quellen des inneren Menschen. Lass dich von Glockengeläut, wann immer du es hörst, erinnern: Stark ist nur ein gestärkter Mensch; du musst nicht stark sein, aber du musst dich stärken lassen.
Darum bleibe deiner Seele die Quellen des Glaubens nicht schuldig, und bleibe deiner Welt deine Stärkung nicht schuldig. Es ist mehr möglich, als geschwächt und kraftlos in deiner Welt zu sein …
Stark ist nur ein gestärkter Mensch; du musst nicht stark sein, aber du musst dich stärken lassen. Mutlos werde ich also dann, wenn ich mir nicht das schenke, was mich stärkt. Mutlos werde ich dann, wenn ich mich Dingen aussetze, die mir nicht gut tun.
Die Seelenführung, die Paulus beschreibt, ermahnt uns, uns nicht allem auszusetzen. Der wirksame Segen hat bisweilen einen ermahnenden Klang:
»Der Friede Gottes, der alles Verstehen übersteigt, bewahre eure Herzen und Sinne (wörtlich: eure mentale Wahrnehmung) durch Christus Jesus. Was wahr ist, was achtenswert ist, was gerecht ist, was rein ist, was liebenswert ist, was immer etwas taugt und Lob des Höchsten verdient, dem setzt euch aus. Und der Gott des Friedens wird mit euch sein (Phil 4,7-9).
Martin Schleske / Andreas Felger, PSALMOS – Die Weisheit der Psalmen, S. 56 f
Was spricht Sie an Martin Schleske´s Gedanken an?

Wann sind Sie entmutigt?
Wovon dürfen und müssen Sie sich schützen?
Was sind die Quellen Ihres Glaubens? Wo erleben Sie Gottes Nähe und Zuspruch am meisten?
Ich persönlich erlebe Gottes Nähe und Zuspruch immer wieder im Meditativen Malen. Vielleicht möchten Sie es auch einmal ausprobiere? Vielleicht möchten Sie es sich wieder mal schenken?
Herzlich lade ich Sie ein, sich am Samstag, den 11. April im Meditativem Malen via Zoom von Gott mit neuer Zuversicht, Kraft und neuem Leben stärken zu lassen!
Auf(er)stehen zum Leben
♦ 11. April 2026 ( 9 – 11 Uhr)

“Das ist Ostern und das ist Auferstehung – wenn einer mitten im Dunkel dem Leben traut und den Schritt wagt, den Grenzübergang riskiert.”
Schenken Sie sich eine Zeit, wo Sie nachspüren können, wo Gott Ihnen Leben schenkt und Sie einlädt aufzustehen.
Kursgebühr Euro: 50
Kursgebühr CH: 55
TN-Zahl: mind. 4, max. 7
Anmeldeschluss: 30. März
Anmeldung: hier
Das benötigen Sie für den Workshop.
* Wundern Sie sich, warum Schweizer Teilnehmer eine höhere Gebühr zahlen? Mehr Infos hier
Martin Schleske hat seine Psalm-Meditation mit der Überschrift “Geistiges Fasten” versehen. Ich wünsche Ihnen noch eine gesegnete GEISTIGE FASTENZEIT.
Andrea Kreuzer
