Wie erfahre ich tiefgreifende Veränderung?

Die Bibel stellt uns die Wüste als Ort der Gottesbegegnung und der Transformation von einem Sklavenvolk in ein Gottesvolk vor. Wie wir in Wüstenzeiten Gott begegnen können und er negative Selbstwahrnehmungen über uns revidiert zeigt das Online-Seminar “Menschen stabilisieren mit positiven Life-Events und Momenten des Glücks”. Es findet am 19.9.2026 von 9 – 11 Uhr und 16 – 18 Uhr statt. Anmeldeschluss: 6. September!
Wie erfahre ich tiefgreifende Veränderung?
Eine Art, wie Gott mich fortwährend im Alltag verändert, geschieht dadurch, dass ER mir Impulse schenkt, bei denen ich spüre: Wow, das ist wahr! Hier ist eine tiefe Wahrheit, die mich in die Freiheit führt, die mir eine Frage beantwortet, die ich schon lange habe oder die mir eine neue Sicht auf eine Situation schenkt, aus der ich einfach nur fliehen möchte, aber nicht rauskomme.
Drei dieser neue-Räume-öffnenden-Gedanken möchte ich gerne teilen:
1. Ich erfahre Veränderung in Krisen- & Wüstenzeiten
Letztens traf ich einen Freund. Er erzählte mir begeistert von einer Konferenz in England. “Das Wichtigste, was ich mitgenommen habe”, sagte er, “waren zwei Gedanken: Die Wüste ist der Ort der Gottesbegegnung. Und sie ist der Ort der Transformation. Durch das lange Wandern in der Wüste verwandelt Gott sein Volk langsam, aber sicher von einem traumatisierten, sich nichts zutrauenden Sklavenvolk in sein Gottesvolk.”

Mich sprach dieser Gedanke sofort an. Durch den Online-Kurs “Erinnerungen hüten und heilen lassen”, den ich gerade halte, beschäftige ich mich selbst noch einmal mit meiner Geschichte. Das Zurückblicken lässt mich sehen:
Meine größten und tiefsten Veränderungen wurden durch Krisen- und Wüstenzeiten ausgelöst. Dort brachen meine selbstgebastelten Lebensmuster, die mir Stabilität, Würde und Wert geben sollten, zusammen. Das passierte in schöner Regelmässigkeit so alle 7 Jahre. Jedes Mal ging es eine Schicht tiefer und jedes Mal führte mich Gott in neue weitere Freiheit. Ja, ich kann bestätigen: Die Wüste ist der Ort der Gottesbegegnung und der tiefgehenden, dauerhaften Veränderung. Sie geschah langsam, aber sie geschieht und ist immer noch im Prozess.

2. Ich erfahre Veränderung, wenn mir etwas genommen wird
Einige der schlimmsten Erlebnisse in meinem Leben haben damit zu tun, dass mir etwas genommen wurde. Es waren vor allem Menschen, auf die ich mich verließ und denen ich vertraute. Hätte mir jemand damals diesen Satz gesagt, hätte ich gedacht: “Du hast keine Ahnung, wie erschütternd und schlimm so etwas sein kann.” Auch heute sage ich diesen Satz nicht leichtfertig. Denn in schöner Regelmäßigkeit trauere ich um Dinge, die mir Gott genommen hat. Zum Beispiel vermisse ich zutiefst die Kraft und Fähigkeit weite Reisen zu machen. Und ich vermisse meine Präsenz-Seminar-Arbeit. Ich trauere darum, dass nicht mehr genügend Teilnehmer zusammen kamen trotz Werben und liebevollen Einladungen.
Wenn ich diesen Satz hier schreibe, sage ich ihn nicht leichtfertig. Gleichzeitig weiß ich für mich: Er ist wahr. Das, was mir genommen wurde, das, worin Gott mich beschnitten hat, hat mir Einsichten vermittelt, die ich vorher nur vom Hörensagen kannte, aber nie hätte nachvollziehen können.
In meinem Urlaub las ich das Buch “Der Wind flüstert von Freiheit” von Judy Hedlund. Er spielt im Westen der USA nach den Bürgerkrieg. Die Farmer sind wütend über die wilden Mustangs, die den Rindern das Weideland “wegnehmen”. Doch noch wütender sind sie auf einen Hengst, der ihnen von ihren eigenen Pferden die Stuten entführt. Der Hengst soll erschossen werden. Brody, der traumatisiert aus dem Krieg zurück kam, setzt sich mit zwei seiner Geschwister und der Tierärztin Savannah für die Wildpferde ein. In einem Mehr-Tages-Ritt treiben Sie den Hengst mit seiner Herde über die Rockys in ein Gebiet, in dem noch keine Menschen leben. Am letzten Tag blickt Savannah auf die unter ihr grasende Herde mit dem imposanten von vielen Kämpfen und Narben gezeichneten Hengst und fragt sich:
Wusste er, dass sie ihn nur gejagt hatten, weil sie sein Leben retten wollten? War ihm bewusst, dass ihn die Angst der letzten zwei Tage in die Freiheit getrieben hatte? Vielleicht würde er nie begreifen, was sie getan hatten, aber sie wollte trotzdem gern glauben, dass er ihnen für ihre Bemühungen dankbar war.
Verfuhr Gott mit seinen Kindern genauso? Führte er sie durch Schwierigkeiten und schickte er sie steile Berge hinauf, weil er sich um sie sorgte und sie zu besseren Weideflächen führen wollte?
Mich haben diese Sätze elektrisiert. Sie waren wie eine Vertiefung dessen, was mir durch das Zurückblicken auf meine Geschichte deutlich geworden war. Dass mich Gott durch die Krisen in die Freiheit geführt hatte und wachsen hat lassen, mich jedesmal mehr neue Kompetenzen hat aneignen lassen, das war mir schon klar geworden. Doch jetzt habe ich noch ein neues Bild für das, was ER getan hatte. Jedesmal hatte er mich auf bessere Weideflächen geführt.

3. Ich erfahre Veränderung, wenn ich mich nicht länger von meinen Narben bestimmen lasse
Ich möchte noch eine Passage aus dem Buch “Der Wind flüstert von Freiheit” von Judy Hedlund zitieren. Am Ende eines langsamen Verwandlungsprozesses erinnert sich Brody an Worte, die einst Susannah zu ihm sagte und ihm wird etwas bewusst.
Du musst dich nicht länger durch deine Narben bestimmen lassen. Gott kann alles wiedergutmachen.Die Narben würden nie ganz verschwinden und ihm von Zeit zu Zeit noch Schmerzen bereiten – wie die Wunde an seiner Schulter. Aber sie würden nicht mehr sein Leben und seine Handlungen bestimmen. Gott hatte die große Last von seiner Schulter genommen. Er war frei.
Ich finde das eine wunderschöne Formulierung: Ich muss mich nicht länger von meinen Narben bestimmen lassen. Man könnte auch sagen: Ich stoppe mich immer wieder darin, mich und andere durch die Brille meiner Verletzungen zu betrachten.
Daniel Zindel schreibt in seinen Buch HIRTENZEIT:
Gottes Gnade möchte uns immer mehr umgestalten und uns zu konkreten Veränderungsschritten locken…
Wir dürfen uns immer mehr in das Bild umgestalten lassen, das Gott von uns hat. Dort, wo für uns menschliche Prägungen und Rollenanweisungen Wegweiser zu einem gelungenen Leben waren, wollen wir sie dankbar neu bejahen.
Wo wir sie hingegen als destruktive Skriptanweisungen durchschauen, wollen wir uns von ihrem Fluch erlösen lassen. Wir treten im Namen Gottes eigenverantwortlich aus ihnen aus und lassen uns von unserem himmlischen Vater neuen Sätze zum Leben schenken, die wir dann im Alltag durchbuchstabieren lernen.
Wie in besonderen Glücksmomenten und in jedem Tag diese neuen Sätze zum Leben enthalten sind und wie wir diese Schätze heben können, darum geht es im Online-Kurs “Menschen stabilisieren…” am 19. September.
Was Sie im Kurs “Menschen stabilisieren durch positive Life-Events und Momente des Glücks” lernen, kann solch ein konkreter Veränderungsschritt sein, zu dem Gott uns lockt.

Dieser Kurs wird Sie auf neue Weide führen.
Sie erfahren, wie Sie sich und anderen helfen können, sich nicht länger von den Narben bestimmen zu lassen.
Wenn Sie diese Art von Tagebuch führen, das Sie im Kurs kennenlernen, schenkt es dauerhafte tiefgreifende Veränderung.
Sind Sie neugierig geworden?
Mehr Infos über diese Online-Fortbildung finden Sie hier.
Achtung: Anmeldeschluss ist der 6. September!

Von Herzen wünsche ich Ihnen ein Innehalten und Staunen, welche tiefgreifenden Veränderungen Gott schon in Ihnen gewirkt hat.
Andrea Kreuzer
